Renate Solbach: Zeichen

Forum 2020

India and China, the two oldest civilizations have emerged as the two most prominent actors from Asia in the twenty first century. They not only attract a good deal of Foreign Direct Investment but also provide new market opportunities to the world. In this trade of their multilateral acts and practices and the bilateral understandings the two find in each other an essential rival and competitor. The pandemic that escalated from Wuhan in December 2019, at a time when US-China trade war was on the accentuation, has had a global spread and caused unprecedented economic slump and capital loss to the world that might take decades to recover. Since China has recovered from the pandemic it aims at dominating the Post-Covid 19 order by trying to expand territorially at a time when the states are down with the virus. The growing world opinion against China and the shifting of several companies to India and other Asian states have forced it rake up border issue with India and destabilize it in order to nip the forthcoming challenge as a growing Asian power. The current paper tries to highlight the nature of relations between the two states in the light of current border standoff at Galwan, Ladakh.

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Die SED- und Stasi-Opfer sind Störenfriede wie einst die überlebenden Juden. Sie sind und waren das schlechte Gewissen nicht nur der Täter, sondern vor allem der Gleichgültigen, die nicht so genau hinsehen wollten und möchten. Sie verkörpern die nicht einfach zu beantwortende Frage nach eigener Verantwortung oder gar Mitschuld. Dass Menschen in der ›DDR‹ großes Unrecht geschah, war in Ost und West leicht zu erkennen. Wer nicht blind war, sondern sich nur so stellte, der wusste, mit welcher Rücksichtslosigkeit die SED ihre Macht verteidigte und auch über Leichen ging. All das war sichtbar und sollte es auch sein. Damit aber wurden die Geschädigten zur Anklage für jeden, der aus nachvollziehbaren Gründen wegsehen wollte. Das Schreckliche einer Diktatur ist ja nicht bloß ihre unmittelbare Grausamkeit; es ist ihr perfider Versuch, die Untertanen permanent zur Gleichgültigkeit, zur Mitleidlosigkeit und zum schlauen Dummsein zu zwingen, wenn sie schon nicht als Mittäter gewonnen werden können. »Die Söhne des Teufels«, so der französische Kulturanthropologe René Girard, »sind jene Menschen, die sich in den Zirkel des rivalisierenden Begehrens hineinziehen lassen und unwissentlich zum Spielball der mimetischen Gewalt werden. Wie alle Opfer dieses Prozesses ›wissen sie nicht, was sie tun‹ (Lukas 23,34).«

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Bis in den Februar hinein wurde die öffentliche Diskussion in Deutschland vom Klimathema, vom Ausrufen der Klimakrise beherrscht. Dann kam Covid-19, oder populärer: Corona. Die Infektion wurde als Pandemie erkannt – und das öffentliche und wirtschaftliche Leben nicht nur in Deutschland weitgehend auf Null gestellt. Geld fließt in Strömen, und die Medien kannten zunächst nur noch dieses eine Thema. Die Klimaphysiker verschwanden aus dem öffentlichen Scheinwerferlicht und eine andere Sorte von Wissenschaftlern traten auf die Bühne, Virologen oder generell Mediziner.

Und wieder geschah, was wir schon bei der Klimafrage erlebten: ›Hört auf die Wissenschaft‹ hieß es, und Frau Merkel nutzte wieder das Wort der Alternativlosigkeit (oder eine neue Wortschöpfung, die Diskussionsorgie) – also das Aussetzen der öffentlichen Diskussion. (Der guten Ordnung halber muss ich zumindest Christian Drosten ausnehmen, der nicht müde wird zu betonen, dass sein Fach zwar die (düstere) medizinische Seite des Problems deuten und Optionen zum Umgang in medizinischer Hinsicht bewerten könne, dass aber Entscheidungen Teil des politischen Willensbildungsprozesses seien und bleiben müssten.)

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Iablis aktuell

Thema 2020: Schach dem Wissen. Über schwarze und weiße Wissenschaft

Um ein naheliegendes Missverständnis abzuwehren: Bei diesem Jahresthema geht es nicht um Rassismus, sondern um legitime und illegitime Optionen in der Wissenschaft oder, um es weiter zu fassen, auf den tradierten Feldern des Wissens. Dass in den Wissenschaften, wie überall in der Gesellschaft, ›schwarze Schafe‹, also Betrüger anzutreffen sind, ist eher geeignet, die Fülle an Zusammenhängen zu verdecken, die sich auftun, sobald man damit beginnt, das ›Feld der Wissenschaft‹ als Schachbrett zu verstehen. So wie das Muster aus schwarzen und weißen Feldern erst die klar definierten Züge des königlichen Spiels ermöglicht, ermöglicht die Differenz erlaubt / nicht erlaubt die unübersehbare Fülle wissenschaftlicher Operationen.

Wie es um die Mechanismen zur Legitimierung und Delegitimierung von Positionen samt den dazugehörigen Strategien in der zeitgenössischen Szene steht, dafür bietet die Klimawissenschaft seit Jahren die anschaulichsten – und populärsten – Beispiele. Dabei steht sie keineswegs allein, wie selbst vergleichsweise harmlos erscheinende Disziplinen, etwa die unter die Räder der Gender-Debatte geratene Altphilologie, gelegentlich unter Beweis stellen. Einer der bestechendsten Züge von Wissenschaft besteht darin, dass es ihr immer wieder gelingt, die in der Gesellschaft aufbrechenden Konflikte um sie und ihre ›Ergebnisse‹ in sich aufzunehmen und zu reflektieren. Wissenschaft kennt keine Feindschaft, jedenfalls nicht im üblichen (oder Schmittschen) Sinne des Wortes. Das könnte Erstaunen hervorrufen, da ihr Verfahren, allgemein gesprochen, gerade der Ausschluss ist – Exklusion statt Inklusion.

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Yagiridia. Capriccio
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Ich will diesen Sack vermöbeln
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GRABBEAU · ACTA LITTERARUM