Die Deklammerung (lat. de‑ ›ent‑‹) wird gemeinhin als Akt der Subversion, soll heißen der ›Entbürgerlichung‹ im weiteren Sinn begriffen. Der Ausdruck umfasst sowohl die aktive als auch die passive Version desselben Vorgangs – den unaufhaltsamen Verlust bürgerlicher Ehren‑ und sonstiger Rechte, als da (beispielsweise für Literatur‑ und Filmschaffende) sind: das allen Menschen gemeinen Sinnes zustehende Recht, vom Bundespräsidenten empfangen und / oder geehrt zu werden, vom Hausverlag / Hausverleih der Kulturschickeria verlegt / verliehen / vermarktet, von der Kulturschickeria des Landes besprochen / verehrt / belächelt / mit Sottisen bedacht zu werden, von ahnungslosen Menschen ›draußen im Lande‹ gekauft, angelesen / angeschaut, resigniert in die Ecke gelegt, ins Regal geschoben oder über einen Online-Verkäufer aus dem Gesichtsfeld entfernt, schließlich, sofern es sich um einen Autor / eine Autorin von Verkaufsrang handeln sollte, seitens gewisser Buchhandlungen zu sogenannten Lesungen mit abschließendem Signierzwang geordert zu werden und dergleichen mehr.

Deklammeroskopie (Ulrich Schödlbauer, Das Alphazet)

 

Nachruf auf Gabi Rüth

 

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Ulrich Schödlbauer: Die versiegelte Welt

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