Ulrich Schödlbauer

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Die Dschamba hatte ihn mittlerweile entdeckt und musterte ihn vorwurfsvoll.

»Wie konntest du es zulassen«, schien sie sagen zu wollen, »dass dieser Trottel mich wie seinen Augapfel hütet, so dass ich bisher noch keine Gelegenheit gefunden habe, ihm zu entwischen?« Fast schien es Clandestino, als wolle sie sich ereifern. »Nicht doch, meine Schöne, wir kennen uns noch kaum und du stellst schon Ansprüche? Das kann ich nicht zulassen. Rapolter mag ein alter Ganove sein, aber ein Zuhälter ist er nicht. Du bist eine freie Dschamba, so frei, wie Alala dich schuf, damals, als sie am Hexentisch stand und die Lieder unserer Jugend sang. Denn wisse, ich bin ein Verehrer Alalas, der Göttlichen. Sie hat mir manche Stunde meiner Jugend entwendet und später die Anzahlung auf meine Altersversorgung, aber im Großen und Ganzen sind wir quitt.«

 

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