Ulrich Schödlbauer

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Woran erkennt man einen No-Revolutionair? Man erkennt ihn von weitem. Im Näherkommen verschwindet das Bild und macht einem Menschen Platz, einem Menschen wie du und ich. Denn die No-Revolutionairs sind Menschen. Jedenfalls hat man sich im Planetensystem auf diese Bezeichnung geeinigt. Die einzigen, die damit fremdeln, sind die No-Revolutionairs selbst. Sie nennen sich Apophysiker, es sind aber auch andere Bezeichnungen im Umlauf. Der erste Apophysiker im Leben eines schwarzen Schwans entscheidet, wie man zu sagen pflegt, über sein Schicksal: da er kein weiteres hat, muss er es annehmen, so oder so.

Angenommen … der Mensch, der gerade ins Bild schneit – von links nach rechts, das gehört zur Aufnahme –, gerade dieser Mensch wäre vom Schicksal auserkoren, heute Schicksal zu spielen – er wäre es, denn noch ist nicht sicher, ob er es auch ist –, so wäre es bedeutsam zu erfahren, ob es sich bei ihm um einen Apophysiker ersten, zweiten oder dritten Grades handelte.

Warum?

Weil nur Apophysiker ersten und zweiten Grades Zugang zum Schicksal, Apophysiker zu sein, besitzen, während Apophysiker dritten Grades wohl mit dem Schicksal hadern, es aber nicht in die eigene Hand nehmen dürfen. Es bleibt ihnen daher nichts anderes übrig, als die Welt davon zu überzeugen, dass sie ihr Schicksal kennen und damit umzugehen wissen.

Die Welt schätzt ihre Überzeugungsarbeit.

Ansonsten gehen sie ihr auf den Sack.

 

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