Ulrich Schödlbauer

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Hinkeputze, der große Hinkeputze, wie seine Ogalunken ihn nannten, wenn er in ihrem Kreise den Ogalù tanzte und ihnen seinen Kot ins Gesicht warf, dass es nur so spritzte, Hinkeputze, der seinen Traum lebte wie kein anderer sonst im beweisbaren All (es gab noch ein weiteres, hinten im Bauch der Berechnungen, der selten geöffnet wurde), hatte ein Date, ohne zu wissen mit wem.

Das wurmte ihn, denn im Herzen gebot ihm die Schlange Higip Klarheit: Klarheit des Denkens, Klarheit des Fühlens, Klarheit des Drumrum.

Gehörte ein Date zum Drumrum? Er hätte es gern gewusst. Sonderbarerweise – alles, was ihm im Leben geschah, trug diesen Index, den S*-Index, wie er ihn bei sich nannte, den Sonderbarkeitsindex –, sonderbarerweise schwieg die Schlange Higip seit Tagen. Genauer gesagt schwieg sie seit jener Stunde, in der er ihr sein Geheimnis entdeckte und von ihr Aufschluss verlangte. »Was kommt auf mich zu? Was soll ich tun? Wie soll ich mich kleiden?«

Das waren die Fragen, die er ihr entgegenschleuderte. Higip aber schwieg.

Und es schummerten die Garambas, es katarakteten die Quadorzen, es schufteten die Katabasen. Doch keine Silbe trat über Higips schlüpfrige Zunge den Weg in die Zoralaxis an, in der Hinkeputzes Gedanken kreisten, wie er noch immer gedankenlos unterstellte, wo doch längst bewiesen war, dass sie sich spiralförmig fortbewegten oder sogar, wie radikalere Köpfe vermuteten, geschossartig.

 

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