2 male paradise fishes are fighting for territory by their mouth. Quelle: Wikimedia Commons

Weitere Informationen:

Uwe C. Steiner, Professor für Neuere deutsche Literaturwissenschaft und Medientheorie an der FernUniversität in Hagen, DFG-Projekt Handelnde Dinge in Literatur und Kultur (2010ff.). Publ.: Die Zeit der Schrift. Die Vergänglichkeit der Gleichnisse und die Krise der Schrift bei Hofmannsthal und in Rilkes Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge (1996); Edmund Husserl – Lesebuch in der von Peter Sloterdijk herausgegebenen Reihe »Philosophie jetzt!« (Einleitungsessay, Auswahl von repräsentativen Texten, Anmerkungen usw., 1997); Verhüllungsgeschichten. Die Dichtung des Schleiers (2006); Ohrenrausch und Götterstimmen. Eine Kulturgeschichte des Tinnitus (2012); div. Aufsätze und Besprechungen

Iablis aktuell

Thema 2018: Die ungleichen Gleichen. Differenz als Unruhe

1 = 1. Das gehört zu den intuitiven Wahrheiten, die immer wieder das Staunen darüber anfachen, dass es Aussagen gibt, an denen zu rütteln hieße, eigene und anderer Leute Zeit zu verschwenden. Andererseits bedarf es keiner besonderen Anstrengung, zweimal denselben Ausdruck hinzuschreiben und ein Gleichheitszeichen dazwischen zu setzen. Spannend wird es dann, wenn links und rechts des Gleichheitszeichen ungleiche Terme auftauchen: A = B. Warum denn das? Muss das sein? Genügt es nicht, A = A sein zu lassen? Warum die Dinge komplizieren? Oder, da sie nun einmal kompliziert zu sein pflegen: Warum das Einfache dadurch komplizieren, dass man es einem anderen Einfachen gleichsetzt? Oder, wenn schon gleichgesetzt werden soll, was sich doch offenkundig unterscheidet, warum so eigenschaftslos, so lapidar?

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Yagiridia. Capriccio
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Ich will diesen Sack vermöbeln
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GRABBEAU · ACTA LITTERARUM