Auf einen Schlag

Auf einen Schlag öffnet sich die Tür und herein schneit der Träger. Wir haben ihn lange vermisst, aber nicht wirklich, denn eigentlich ist er lästig. Ohne einem zu sagen, was los ist, benimmt er sich, als gehörte er noch zum Haus. Das ist nicht wahr, ich kann es bezeugen. Ich weiß auch nicht, was er hier noch sucht, wo ihn niemand braucht. Hau ab, Träger, sage ich ihm tausendmal, wenn du schlau bist, haust du ab. Was willst du noch hier. In diesem Apartment ist nicht einmal Platz für dich, du solltest etwas mit deinem Leben anfangen, am besten etwas Tragendes. Über diesen Witz muss er furchtbar lachen, obwohl er sonst eher scheu ist. Das ist es ja eben, murmelt er, ich finde nichts, was ich tragen könnte. Das ist ein schweres Los und ich stimme ihm zu. Ein loser Träger. Nein kein loser Träger, ein gelöster. Nein, kein gelöster, eher ein ungelöster. Nein, auch das nicht, ich weiß es doch selbst nicht. Aber was er hier treibt, hat keine Zukunft. Am besten wäre, man würde ihn verbrennen, aber ich glaube, das kann er auch nicht.

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