Acta litterarum

 

Nach dem Ende der Panik stehen die Leute Schlange. Warum das so ist, weiß man nicht, es steckt in ihnen drin. Es ist nicht so, dass sie es dringend wollten, sie könnten es auch aus dem Katalog bestellen und zu Hause bequem abwarten, dass es geliefert wird. Eher gewinnt man den Eindruck, dass sie es keineswegs brauchen, dass sie den Erhalt auf jede erdenkliche Weise hinauszögern und dass sie sich in die Schlange stellen, um zu warten, nicht, um einmal dran zu kommen. Wer näher hinsieht, bemerkt wohl, dass sie es nicht bis zum Ende aushalten und sich vorher so unauffällig aus der Schlange entfernen, wie sie sich in sie eingereiht haben. Man könnte sogar sagen: weit unauffälliger, denn die Selbstgefälligkeit gibt ihnen doch ein, sich anzustellen, jedenfalls wäre dies die einleuchtendste Hypothese. Doch warum sich grämen? Am Ende der Panik erwartet sie gar nichts, so können sie vorher beruhigt nach Hause gehen, als sei nichts gewesen. Haben sie nicht recht?

Panikende (Ulrich Schödlbauer, Das Alphazet)

 

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