2 male paradise fishes are fighting for territory by their mouth. Quelle: Wikimedia Commons

Thema 2018

Dass sich deutsche Sozialisten/Marxisten von allem Anfang an mit Nietzsche beschäftigten, ist lange bekannt. Darauf haben Vivetta Vivarelli und Ernst Behler schon mit dokumentarischen Berichten (1984) hingewiesen. – Da wurde Nietzsche sogar von dem vehementen Nietzschekritiker Franz Mehring eine (im Vergleich zu Schopenhauer) viel interessantere philosophische Nähe zu Hegel zugestanden, die es schließlich gestatten wird, ihn dann auch dem Denkkreis von Marx anzunähern. Auch wäre hierbei zumindest eine politische Gemeinsamkeit auszumachen, so Mehring, nämlich die tiefe Kritik beider Antipoden am preußisch-deutschen Nationalismus, der wiederum in Eduard von Hartmann seinen zeitgemäßen Philosophen hatte, der seinerseits von Marx wie Nietzsche gleichermaßen kritisiert wurde.

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Geschrieben von Felicitas Söhner/Dominic Anders


Gleichberechtigte Teilhabe gilt als wesentlicher Grundpfeiler der demokratischen sozialen Ordnung. Ein historisch entscheidendes Dokument, das deren Bedeutung unterstrich, ist die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte. Mit ihr postulierte die Generalversammlung der Vereinten Nationen 1948 in beeindruckender Breite universelle soziale, kulturelle, politische und wirtschaftliche Rechte von Menschen beginnend mit Artikel 1: Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren.

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»Auf dem jetzigen Grade der Kultur«, schreibt Goethe am 27.3.1830 an seinen Freund Zelter, könne Lessings Emilia Galotti »nicht mehr wirksam sein«. Vielmehr sei dem Stück »Respekt wie vor einer Mumie« zu zollen (MA, Bd. 20.2, 1338). Womöglich ging Goethe schon damals fehl, reagiert er doch auf einen Brief, in dem ihm Zelter von einer Aufführung des Stücks in Berlin berichtete. In der Perspektive gegenwärtiger Kulturgrade, zumal der hitzeträchtigeren, wird man dieses Urteil erst recht kaum teilen wollen. Die Mumie scheint recht lebendig. Das Drama wird nach wie vor aufgeführt… Und es erfährt eine weniger denn je abreißende literaturwissenschaftliche Rezeption, mit einem deutlichen Einschlag in Feminismus und Genderforschung.

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