Sein Alkoholismus war mehrdimensional. Sicher, auch Genuss. Aber auch positiv anmutender Treibstoff bzw., nach seinen schlimmsten Erfahrungen, Lösungsmittel, heißt: Mittel, um nicht permanent auf die nüchternste Vernichtung von sich selbst in sich zu stoßen.

Und sicher, deswegen muss man nicht trinken. Diesbezügliche Inkonsequenz gehörte indessen zu seinem Leben, und wie ließe sie sich gutheißen, es hat ihn wohl rund 20 Jahre gekostet. Zeit, die jemand wie er hätte brauchen können. Und auch: Wie ließe sie sich schlechtheißen, die Inkonsequenz, da er sie zu brauchen schien, um seine Welt zu entwickeln –

ich erinnere, wie du in der Frühzeit noch Skrupel hattest, ganz ernsthaft Alkohol und Tabak abzubauen. Bevor irgendwann-bald der »Punkt« kam, in dem du dich mehr oder weniger völlig gehen ließest ... War das nicht – auch – Selbstmord, der »Wunsch«, seinem Leben ein Ende zu setzen? Aber was geht Selbst-Mord anderes voraus als Mord?

 

»sich gehen lassen«. Über diesen Ausdruck hätten wir viel sprechen können. Jetzt bist du gegangen.

 

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