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Es ist eine kühle Februarnacht, der Boden nass und schlammig von sporadisch niedergehendem leichten Regen. Überhaupt, Eure Straßen! Man bewegt sich hüpfend in eigenartigen Bocksprüngen vorwärts, erklimmt viel zu hoch angesetzte Bordsteine, rutscht taumelnd in eine Wasserpfütze und zieht trotz aller Vorsicht beim Setzen der Schritte allenthalben einen Schuh voll Wasser heraus. Wird dies von den Epikureern hinter ihren Wasserpfeifen in den Kaffeehäusern bemerkt, kommt dort unverhohlene, aber gutmütige Schadenfreude und Heiterkeit auf, unterlegt von einer Spur Mitleid mit dem ungeschickten Fremden. Der vom Wind in die Stadt getragene Wüstensand vermischt sich mit der Nässe zu einer braunen, glitschigen Soße, Mehlschwitze nicht unähnlich. Auch in Trockenzeiten sind die Straßen oft genug überschwemmt – notorische Lecks im Kairoer Leitungsnetz. Autofahrer umfahren die Wasserlachen, indem sie plötzliche Ausweichmanöver vollführen, denn im See könnte sich die Quelle, ein großes, ungeschütztes Loch befinden, das Wagen und Fahrer mit Haut und Haar verschlingt. Außerdem sind alle Autofahrer Kairos davon überzeugt, dass nichts ihren Autos so sehr schade wie Wasser von unten. Sie vermeiden daher auch auf der Autobahn zum Flughafen, wo sich seit Jahren nach einem Regen an stets derselben Stelle eine Lache bildet, unter stets denselben wiederkehrenden Kommentaren über den Regen und seine Folgen in rasender Slalomfahrt jegliche Berührung mit dem Wasser.

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