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Wir nähern uns jetzt, auf unserem nächtlichen Gang an den Hauswänden entlang schlingernd, Bab al-Futuh, einem dieser mittelalterlichen Stadttore, die den Besucher in die umgebende Nekropole entlassen. Knoblauchgeruch kommt auf, immer stärker, frischer Knoblauch, nicht der Gestank von angebranntem in der Pfanne. Haufenweise liegt er da, an Mauern geschichtet oder auf abgestellten Last- und Lieferwagen gestapelt, aus dem Nildelta und dem Fayum zum Verkauf angeliefert.
   Wir verirren uns in einem Ruinenfeld halb und ganz eingestürzter Häuser. Eine Sackgasse. Aus der Finsternis tauchen Gestalten auf, die uns freundlich, in aller Selbstverständlichkeit den Weg zurück in eine bewohnte Gasse weisen. Einblicke aus dem Dunkel enger Gassen in Hauseingänge und schwach beleuchtete Wohnungen. Alles ist überbelegt, man hat sich im Verfall niedergelassen, wie es eben geht. Später habe ich ein Haus in einem wohlhabenden Viertel kennengelernt, wo sich der Türhüter mit seiner Familie mangels ausreichenden Wohnraums im Eingang vor dem Treppenhaus eingerichtet hat. Wohnungsbesitzer und deren Besucher mussten gewissermaßen das Wohn- und Schlafzimmer der Familie durchqueren. Auch diese hatte oft Besuch; man saß vor dem unvermeidlichen Fernseher, grüßte freundlich die Ein- und Ausgehenden, lud auch mit der üblichen Geste ein, doch Platz zu nehmen. Zwar versuchten die Hausbewohner den Türhüter davon zu überzeugen, dass dies denn doch zu weit ginge; er hatte dafür aber kein Ohr, daher blieb alles beim alten. Ein Türhüter hat viel Macht und kann sehr unangenehm werden.

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